„Altersschwindel: Sturzgefahr mit Vorsorge begegnen – Schwindelarten“

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Das Wichtigste wie immer gleich zu Beginn: Schwindel – auch der Altersschwindel – ist keine Krankheit. Er ist ein Symptom, das von Seh- und Hörstörungen, Abbauprozesse im Gehirn, einer zunehmenden Schwächung des Bewegungsapparates sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen hervorgerufen wird.

Als Schwindel das Empfinden eines Drehens oder Schwankens, das Gefühl, sich nicht sicher im Raum bewegen zu können, oder auch das Gefühl der drohenden Bewusstlosigkeit. Im Deutschen wird das Wort folglich für eine Reihe unterschiedlicher Empfindungen verwendet, was die Einordnung für Angehörige und Ärzte oft erschwert.

Im medizinischen Sinn bezeichnet Schwindel eine wahrgenommene Scheinbewegung zwischen sich und der Umwelt.

Unser Gleichgewichtssinn ist das Ergebnis eines äußerst komplexen Zusammenspiels verschiedener Sinne. Neben unserem Innenohr sind auch unsere Augen und zahllose Lagerezeptoren in unseren Muskeln und Gelenken beteiligt. Ist auch nur eines dieser Systeme gestört kommt es zu Schwindel.

Dabei unterscheidet man verschiedene Schwindelformen:

Drehschwindel „Wie im Karussell“
Drehschwindel löst bei Betroffenen das Gefühl aus als würden sie sich selbst oder die Umwelt um sie herum drehen. Oftmals kann die Drehrichtung eindeutig benannt werden. Der Schwindel ist nicht selten derart stark, dass er zu Übelkeit bis hin zu Erbrechen führt.

Schwankschwindel „Wie auf einem Schiff“
Von Schwankschwindel betroffene haben das Gefühl, dass sich der Boden unter ihren Füßen bewegt. Der Körper reagiert mit unwillkürliche Ausgleichsbewegungen, was zu einer besonders hohen Fallneigung führt. Übelkeit und Erbrechen sind jedoch selten. Für die Betroffenen geht Schwankschwindel häufig mit dem Gefühl einer drohenden Ohnmacht einher.

Liftschwindel „Wie im Aufzug“
Der Liftschwindel äußert sich im Gefühl sich schnell auf und ab zu bewegen. In schweren Fällen bis hin zum Gefühl plötzlich abzustürzen . Oft folgt dem eigentlichen Schwindel Benommenheit und Unwohlsein.

Gangunsicherheit (bei klarem Kopf)
Bei genaueren Befragungen wird die Gangunsicherheit von Betroffenen letztlich nicht als Schwindel, sondern als unsicheres Raumgefühl beschrieben. Dies setzt ausschließlich beim Gehen ein und hört auf sobald die Betroffenen sitzen oder liegen. Übelkeit oder gar Erbrechen treten bei Gangunsicherheit nicht auf.

Benommenheitsschwindel
Beim Benommenheitsschwindel kommt zum unsicheren Raumgefühl des Gangschwindels noch Benommenheit bis hin zum Gefühl einer drohenden Ohnmacht.

Da sich Alterungsprozesse und vielen Fällen der damit einhergehende Altersschwindel nicht vollständig vermeiden lassen, kommt der Vorsorge eine besonders wichtige Rolle zu. Wie sie auch im Alter sicher im Leben stehen und welche Maßnahmen zur Vorbeugung von Stürzen sinnvoll sind erfahren sie im nächsten Beitrag unsere Reihe „Altersschwindel: Sturzgefahr mit Vorsorge begegnen“