Altersschwindel: Sturzgefahr mit Vorsorge begegnen – wer rastet der rostet“

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„Wer rastet, der rostet“ und „ein rollender Stein setzt kein Moos an“ – zahlreiche Sprichworte und Volksweisheiten betonen die Wichtigkeit von Bewegung und das nicht erst im Alter.

Mitten im Leben stehen

Doch gerade für Senioren ist es wichtig fit und beweglich zu bleiben, um gesellschaftliche Teilhabe und Lebensqualität zu erhalten und Stürze zu vermeiden. Stürze sind im Alter leider allzu oft mit komplizierten Knochenbrüchen, insbesondere Hüft- und Oberschenkelhalsfrakturen, verbunden. In 20 Prozent der Fälle erholen sich die Betroffenen nicht vollständig und werden zum Pflegefall. Auch können Stürze dazu führen, dass ich Menschen aus Angst vor einem erneuten Sturz komplett zurückziehen. Fast die Hälfte aller Senioren schränkt nach einem Sturz ihre Aktivitäten ein, mit verheerenden Folgen für Lebensqualität und Fitness.

In Bewegung bleiben

Dabei lassen sich mit einfachen Übungen Beweglichkeit und Gleichgewicht trainieren. Einige Anregungen dazu finden Sie auf unserem Youtube-Kanal.

Noch effektiver ist ein Schwindeltraining in Form eines modernen Biofeedbackverfahrens mit EQUIFit. Damit lassen sich gezielt der Gleichgewichtssinn und die Koordination trainieren und das Sturzrisiko nachhaltig minimieren. Durch ein akustisches Feedback über einen Kopfhörer bekommt der Übende beispielsweise bei dem Schwindeltrainer EQUIVert jede Körperschwankung angezeigt und lernt sich dadurch zu stabilisieren. In einem individuell angepassten Trainingsprogramm wird der Schwierigkeitsgrad Schritt für Schritt gesteigert und es zeigen sich in der Regel schon nach wenigen Übungseinheiten deutliche Verbesserungen.

Ihr persönliches Sturzrisiko können Sie mit Hilfe unseres Fragebogen einschätzen.

Vorsorge oder Prophylaxe ist neben der körperlichen Fitness ein wichtiger Baustein der Sturzvermeidung. Mit diesen einfachen Maßnahmen können Sie das Sturzrisiko in den eigenen vier Wänden nachhaltig verringern:

Jedes Ding an seinem Platz: Lassen Sie nichts auf dem Boden herumliegen. Insbesondere Schuhe und Pantoffeln werden gern spontan ausgezogen und bedeuten eine hohe Stolpergefahr.

Gute Beleuchtung: Sorgen Sie für ausreichende Beleuchtung in der Wohnung. Nachtlichter mit Bewegungsmelder gibt es für wenige Euro im Einzelhandel. Sie erleichtern die Orientierung z.B. bei nächtlichen Toilettenbesuchen. Lichtschalter sollten immer gut erreichbar sein.

Telefon- und Verlängerungskabel: Kabel sollten niemals quer durch den Raum verlaufen, auch nicht unter Teppichen! Wenn sich Kabel nicht entlang der Wände verlegen lassen sollten diese mit breitem Klebeband sicher am Fußboden befestigt werden. Schnurlose Telefone sind stets griffbereit und machen Schluss mit gefährlichen Telefonkabeln.

Treppen und Türschwellen: Treppenstufen lassen sich mit selbstklebenden Antirutschkanten und Signalband schnell und einfach sichern. für höhere Trittsicherheit. Türschwellen können häufig ganz entfernt und mit elastischer Füllmasse versehen werden.

Teppiche und Läufer: Wenn Sie auf Teppiche und Läufer nicht ganz verzichten wollen, sollten diese mit Antirutsch-Unterlagen versehen oder gleich mit doppelseitigem Klebeband gesichert werden. Teppichfalten sind heimtückische Stolperfallen!

Badezimmer: Achten Sie darauf, dass Ihre Matten rutschhemmend, saugfähig und so positioniert sind, dass sie Spritzwasser sofort aufnehmen. Haben Sie auch stets eine Matte zur Hand, um bei der Wäsche eine neue auslegen zu können. Haltegriffe lassen sich einfach nachrüsten, oft auch ohne Bohren! Ein Klappsitz zur Wandmontage oder ein Duschhocker ermöglichen sicheres Duschen im Sitzen.

Geeignete Schuhe: Tragen Sie möglichst Schuhe und Hausschuhe mit gutem Halt und rutschfester Sohle. Vermeiden sie hohe Absätze.