Artikel in „Die Wirtschaft“

EQUIVert ist in der neuen Ausgabe der IHK-Zeitschrift Die Wirtschaft erschienen! Wer den Beitrag lesen möchte, kann ihn auf der Website der IHK Bonn finden. Hier klicken!

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Schwindeltagebuch zum Ausfüllen

Mit unserem Schwindeltagebuch können Sie Ihre Schwindelsymptome besser systematisch erfassen. Das kann es Ihrem Arzt erleichtern, eine Diagnose zu stellen und die Schwere Ihres Schwindels im Zeitverlauf zu beurteilen. Das Schwindeltagebuch können Sie hier runterladen: Schwindeltagebuch

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Wenn Medikamente Schwindel machen

Jeder, der schon mal ein Gläschen Wein zu viel getrunken hat, weiß, dass Schwindel nicht nur durch Krankheiten verursacht werden kann, sondern auch durch chemische Substanzen. Aber nicht nur Alkohol kann Schwindel und Gleichgewichtsstörungen verursachen. Viele Medikamente haben eine Wirkung auf das Gehirn oder das Herz-Kreislaufsystem und können mehr oder weniger starken Schwindel auslösen. Es lohnt sich also, bei chronischen Schwindelbeschwerden auch einmal einen Blick auf die Medikamentenliste zu werfen. Das gilt besonders bei älteren Patienten, die durch Vorerkrankungen geschwächt sind und häufig eine ganze Liste unterschiedlicher Tabletten nehmen.

Welche Mittel aber können Schwindel auslösen? Liest man sich die Beipackzettel durch oder sucht bei Google, bekommt man schnell den Eindruck, dass eigentlich jedes Medikament zu Schwindelbeschwerden führen kann. Aber ganz so schlimm ist es dann doch nicht: Vor allem zwei große Gruppen von Medikamenten sind hier zu nennen. Einmal die zentral, das heißt im Gehirn wirkenden Beruhigungs- und Antidepressionsmittel und zum anderen viele blutdrucksenkende Mittel.

In der ersten Gruppe sind es vor allem starke Beruhigungs- und Schlafmittel, die das Gehirn ähnlich wie Alkohol beeinflussen und die Gleichgewichtsregulation stören. Hier ist auch die Sturzgefahr besonders groß, so dass Patienten mit vorbestehenden Schwindelerkrankungen solche Medikamente strikt meiden sollten. Aber auch Antidepressiva, deren Gebrauch in den letzten Jahren aufgrund der steigenden Zahl von psychischen Erkrankungen ständig steigt, können diffuse Schwindelgefühle verursachen.

Bei den blutdrucksenkenden Mitteln können vor allem Betablocker und Entwässerungsmittel (Diuretika) Schwindelbeschwerden verursachen. Dieser entsteht durch eine Minderdurchblutung des Gehirns und macht sich meist als Unsicherheitsgefühl, „Schwarzwerden-vor-den-Augen“ und leichtes Taumeln bemerkbar.

Wesentlich seltener sind Schwindelbeschwerden aufgrund einer medikamentösen Schädigung des Gleichgewichtsorgans im Innenohr. Aber auch hier können bestimmte Antibiotika (Gentamycin) oder Chemotherapeutika die empfindlichen Sinneszellen schädigen und so zu Gleichgewichtsstörungen führen.

Autor: Dr. med. Uso Walter (Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde)

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Was tun bei akutem Schwindel?

Fast jeder zweite leidet mindestens einmal im Leben akut unter Schwindelbeschwerden. Wie verhält man sich aber am besten, wenn es zu so einem solchen akuten Schwindelereignis kommt? Ärzte empfehlen, zunächst einmal Ruhe zu bewahren. Zum Glück stecken nur sehr selten ernste Erkrankungen hinter dem Schwindelgefühl und Panikreaktionen sind in der Regel gefährlicher als der Schwindel selber. Wenn möglich, sollte man zunächst an Ort und Stelle bleiben und sich dann Hilfe holen. Das können bei einem leichten Schwindel Angehörige sein, bei einem starken Schwindel aber auch der nächste erreichbare Arzt.

Schwindelmedikamente, die den Wirkstoff Dimenhydrinat enthalten, bessern den Schwindel und die Übelkeit relativ rasch und können auch als Zäpfchen oder Infusionen gegeben werden. Eine Ruhigstellung, vor allem des Kopfbereiches, ist ebenfalls hilfreich, da der Schwindel dann nicht durch eine ständige Anregung der Gleichgewichtsorgane ausgelöst wird.

In jedem Fall sollte dann zeitnah eine ausführliche Diagnostik beim HNO-Facharzt oder Neurologen erfolgen, die mit verschiedenen Untersuchungen feststellen können, woher der Schwindel kommt. Zwei Drittel der akuten Schwindelanfälle werden durch Störungen der Gleichgewichtsorgane im Innenohr ausgelöst, ein Viertel durch neurologische oder psychologische Ursachen und der Rest durch Funktionsstörungen des Herz-Kreislaufsystems oder seltene Erkrankungen. Je nach gestellter Diagnose kann die Behandlung dann entweder in weiteren Medikamenten, Lagerungsübungen oder einem Schwindeltraining bestehen.

Autor: Dr. med. Uso Walter (Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde)

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Schwindel und Angst- wenn die Psyche den Halt verliert

Die ganze Welt dreht sich plötzlich, der Boden schwankt und man scheint den Halt zu verlieren. Schwindel fühlt sich für die Betroffenen häufig sehr bedrohlich an und weckt starke Angstgefühle. Und selbst wenn der Schwindel sich wieder gelegt hat, bleibt diese Angst häufig bestehen.

Normalerweise soll Angst einen vor drohenden Gefahren warnen und wird durch die Ausschüttung bestimmter Botenstoffe im Gehirn ausgelöst. Angst ist also Teil einer allgemeinen Stressreaktion des Körpers und geht mit einem Blutdruck- und Pulsanstieg, Mundtrockenheit und mit starker innerer Anspannung einher. Dadurch macht Angst aber häufig auch Schwindelgefühle, so als ob einem der Boden unter den Füßen weggezogen würde und man den Halt verliert. Es gibt sogar eine eigene Diagnose für diesen angstbedingten Schwindel: Phobischer Schwindel.

Schwindel macht also Angst und Angst führt zu Schwindel. Ein klassischer Teufelskreis, aus dem es nicht immer einfach ist, sich zu befreien. Neben der Behandlung der Schwindelursache spielt also vor allem auch die Bekämpfung der Angst eine wichtige Rolle.

Angst entsteht vor allem, wenn man keine Möglichkeit hat, die Geschehnisse zu beeinflussen und sich als Opfer seiner Erkrankung fühlt. Der erste Schritt ist daher die ausführliche Aufklärung: Nur, wenn man möglichst viel über seine Erkrankung weiß, kann man rational mit seinen Beschwerden umgehen und sie positiv beeinflussen. Der zweite Schritt ist die möglichst frühzeitige Bewegung: Eine Schonhaltung, um dem Schwindel aus dem Weg zu gehen, verschlechtert ihn nämlich zunehmend und führt zu immer neuen Ängsten, während aktive Bewegung die Gleichgewichtssysteme im Körper trainiert und die Beschwerden nachhaltig bessert. Auch ein gezieltes Schwindeltraining kann hier sehr hilfreich sein.

Reichen diese einfachen Maßnahmen noch nicht aus, kann eine Verhaltenstherapie erforderlich sein. Dabei lernt man, die unterbewussten Haltungen und Verhaltensweisen, die zu Angst uns Schwindel führen, zu erkennen und allmählich durch nützliche zu ersetzen.

Informationen zu weiteren Schwindelarten und Behandlungsmöglichkeiten finden Sie hier.

Autor: Dr. med. Uso Walter (Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde)

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Altersschwindel: Sturzgefahr mit Vorsorge begegnen

Ab Siebzig steigt das Sturzrisiko mit jedem weiteren Lebensjahr an. Die Ursachen dafür sind vielfältig: Seh- und Hörstörungen, Abbauprozesse im Gehirn, eine Schwäche des Bewegungsapparates sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen summieren sich und können einen im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Gleichgewicht bringen. Da sich Alterungsprozesse und vielen Fällen der damit einhergehende Altersschwindel nicht vollständig vermeiden lassen, kommt der Vorsorge eine besonders wichtige Rolle zu.

In Bewegung bleiben!

So lässt sich vor allem durch regelmäßige Bewegung das Gleichgewicht trainieren und die Gangsicherheit erhöhen. Aus umfangreichen wissenschaftlichen Studien weiß man, dass Bewegung fast alle körperlichen und geistigen Funktionen unterstützt und Alterungsprozesse teilweise aufhalten kann. Bewegung stärkt die Muskulatur und das Herz-Kreislauf-System und fördert das Zusammenspiel der am Gleichgewichtssinn beteiligten Organe. Subjektive Schwindelgefühle und Gleichgewichtsstörungen lassen sich so verbessern.

Gutes verbessert: Schwindeltraining mit Biofeedback

Noch effektiver ist ein Schwindeltraining in Form eines modernen Biofeedbackverfahrens. Damit lassen sich gezielt der Gleichgewichtssinn und die Koordination trainieren und das Sturzrisiko nachhaltig minimieren. Durch ein akustisches Feedback über einen Kopfhörer bekommt der Übende beispielsweise bei dem Schwindeltrainer EQUIVert jede Körperschwankung angezeigt und lernt sich dadurch zu stabilisieren. In einem individuell angepassten Trainingsprogramm wird der Schwierigkeitsgrad Schritt für Schritt gesteigert und es zeigen sich in der Regel schon nach wenigen Übungseinheiten deutliche Verbesserungen.

Autor: Dr. med. Uso Walter (Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde)

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Biofeedback bei Schwindelbeschwerden

Heute weiß man, dass Schwindel als Folge sich widersprechender Informationen ans Gehirn entsteht. Funktioniert z. B. eines der Gleichgewichtsorgane im Innenohr weniger gut als das andere, erhält das Schwindelzentrum des Gehirns unterschiedliche Informationen. Da sich diese Informationen widersprechen, entsteht ein subjektives Schwindelgefühl und häufig auch eine Fallneigung. Man ist im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Gleichgewicht.

Die zentrale Kompensation

Bleibt der Schaden im Innenohr längere Zeit bestehen, kann sich das Gehirn an die sich widersprechenden Informationen gewöhnen. Es lernt, die Informationen unterschiedlich zu gewichten und stellt auf diese Weise ein neues Gleichgewicht her. Der Schwindel verschwindet dabei allmählich und tritt nur noch in besonderen Belastungssituationen mit hohen Anforderungen an ein gesundes Gleichgewichtssystem auf. Diesen Lernvorgang des Gehirns nennt man zentrale Kompensation. Er beruht auf der so genannten Neuroplastizität, also auf der Fähigkeit unseres Gehirns, neue neuronale Verbindungen und Netzwerke zu bilden. Bei jungen Menschen ist diese Fähigkeit stärker ausgeprägt als bei älteren. Darum bessern sich die Schwindelsymptome schneller, je jünger ein Patient ist. Gerade bei Menschen ab dem mittleren Alter ist daher ein intensives und vor allem effektives Training erforderlich. So kann die Schwindelsymptomatik so schnell wie möglich verbessert und die Sturzgefahr reduziert werden.

Krankengymnastik und Biofeedback

Fördern kann man diesen Lernprozess mit einem gezielten Schwindeltraining, das dem Gehirn immer wieder Informationen über die Bewegung im Raum gibt. Unterscheiden muss man dabei einfache Bewegungsübungen und Krankengymnastik von so genannten Biofeedbackverfahren, die dem Gehirn während des Trainings weitere hilfreiche Informationen geben und dadurch wesentlich effektiver sind. Optische, akustische oder Berührungsreize zeigen dabei dem Betroffenen seine Position im Raum und ersetzen über andere Sinneskanäle die fehlenden Informationen beispielsweise aus dem Gleichgewichtsorgan im Innenohr.

Je nach Art der Schwindelursache und dem Alter dauert ein Schwindeltraining unterschiedlich lange. Eine spürbare Besserung tritt vor allem bei den Biofeedbackverfahren allerdings sehr rasch auf: In wissenschaftlichen Studien ließ sich in der Regel bereits nach zehn Übungseinheiten eine signifikante Besserung des Schwindels feststellen.

Weitere Informationen zum Training bei Schwindelbeschwerden finden Sie hier.

Autor: Dr. med. Uso Walter (Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde)

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